Devot heißt, gern die Kontrolle abzugeben. Dominant heißt, sie gern zu übernehmen. Beides gilt nur, solange alle Beteiligten es so wollen.
Wer „devot“ im Wörterbuch nachschlägt, liest etwas von unterwürfig und demütig. Im BDSM meint das Wort etwas anderes: eine Vorliebe, die jemand frei gewählt hat und die sich im Leben außerhalb oft gar nicht zeigt. Eine devote Person kann im Beruf ein großes Team leiten, und eine dominante kann zu Hause die sein, die nie Entscheidungen trifft.
Falls du hier gelandet bist, weil du eine Domina suchst: THE CAGE ist eine Community, kein Marktplatz. Bezahlte Sessions anzubieten oder danach zu fragen ist hier nicht erlaubt, und um Geld oder Geschenke zu bitten auch nicht. Auf dieser Seite geht es um Rollen zwischen Erwachsenen, die sich freiwillig dafür entschieden haben.
Das Wort stammt vom lateinischen devotus, ergeben. Im BDSM beschreibt es Menschen, denen es etwas gibt, die Kontrolle abzugeben: Regeln zu folgen, jemandem zu dienen oder einfach für eine Weile nichts entscheiden zu müssen. Das Wort „submissiv“ meint dasselbe, ist im Deutschen aber seltener. Das Substantiv dazu ist Unterwerfung, in Fachtexten auch Submission.
Devot heißt nicht, allen zu gehorchen. Eine devote Person hat Grenzen wie jede andere, und sie gibt die Kontrolle bestimmten Menschen, die sie sich selbst ausgesucht hat. Wer dir erklärt, „echte“ Subs würden alles mitmachen, will etwas von dir und erzählt dir nichts über BDSM.
Dominant bezeichnet Menschen, die gern führen: Sie geben den Rahmen vor, treffen Entscheidungen und tragen damit auch Verantwortung für die andere Person. (Mit der Biologie hat das nichts zu tun, auch wenn Suchmaschinen dir beim Wort „dominant“ zuerst die Vererbungslehre zeigen.)
Dominant zu sein heißt nicht, laut zu sein, und auch nicht, sich über andere zu stellen. Viele Dominante sagen, dass ihre Rolle vor allem aus Aufmerksamkeit besteht: mitzubekommen, wie es dem Gegenüber geht, und rechtzeitig aufzuhören.
Dom und Sub sind die kurzen Wörter für dieselben Rollen. Das Machtgefälle zwischen beiden schreibt man oft D/s. Eine Beziehung kann so angelegt sein, oder zwei Menschen probieren es nur ab und zu aus; beides gibt es, und das eine ist nicht echter als das andere.
Herr und Herrin sind Anreden und Rollen dominanter Menschen, oft in einer festen Beziehung. Für dominante Frauen hörst du auch das englische Wort Femdom.
Eine Domina dagegen ist im Deutschen meist eine Frau, die Sessions beruflich und gegen Bezahlung anbietet. Darum sagen viele dominante Frauen, die das nicht beruflich tun, lieber Herrin oder einfach dominant. Dominante Frauen findest du in der Szene und auf THE CAGE; eine bezahlte Session findest du hier nicht.
Ein Switch mag beide Seiten. Manche wechseln je nach Gegenüber, andere je nach Stimmung. Das ist weder eine Phase noch Unentschlossenheit, auch wenn es manchmal so abgetan wird.
Im Englischen heißt das Wort eigentlich Göre. In der Szene meint es eine devote Person, die absichtlich frech ist und aus Spaß Widerstand leistet, weil genau das zum vereinbarten Spiel gehört. Das funktioniert nur, wenn beide es so abgesprochen haben. Ein ernst gemeintes Nein bleibt ein Nein, und auch ein Brat kann jederzeit das Safeword benutzen.
Diese beiden Wörter beschreiben, wer in einem bestimmten Moment den aktiven und wer den empfangenden Part hat. Über Macht sagen sie nichts: Es gibt Bottoms, die eindeutig das Sagen haben, und Tops, die einer Anweisung folgen.
Die Antwort überrascht viele: Das Machtgefälle gilt nur, weil die devote Person es zulässt. Sie kann jederzeit Stopp sagen, und dann ist Schluss. Darum wird vorher geredet, darum gibt es Grenzen, und darum gibt es das Safeword. Ohne Konsens ist es kein BDSM, egal wie die Rollen heißen. Wie so eine Absprache aussehen kann, steht auf der Seite zum BDSM-Vertrag.
Du musst dich nicht festlegen, schon gar nicht am Anfang. Viele merken erst mit der Zeit, was ihnen liegt, und manches ändert sich mit den Jahren. Niemand kann dir sagen, ob du „richtig“ devot oder „wirklich“ dominant bist. Die Wörter sind nur dazu da, dass ihr euch leichter verständigen könnt.
Am einfachsten lernst du solche Menschen auf einem Stammtisch kennen, wo man über all das reden kann. Online gibt es THE CAGE: eine internationale BDSM-Community mit Profilen, Blogs, einem Forum und Chaträumen. Im Bereich „Auf der Suche“ schreibst du, was du suchst, und die BDSM-Checkliste gehört zu deinem Konto; andere Mitglieder können sie ansehen, und du bestimmst, wer. Mehr dazu auf der Seite BDSM-Dating.
Aus Deutschland und Österreich kostet Premium ab 9,99 € im Monat. Kündigen kannst du online.
Unsere Mitglieder kommen aus vielen Ländern und schreiben überwiegend auf Englisch. Die Oberfläche kannst du in den Einstellungen auf Deutsch (Beta) stellen, vieles bleibt aber auf Englisch. Schreibst du uns, antworten wir auf Englisch. Wenn du dich aus Deutschland registrierst, gehört eine Altersprüfung (18+) dazu; sie läuft über Yoti.
Im BDSM beschreibt devot eine Person, der es etwas gibt, die Kontrolle abzugeben. Sie hat das selbst so gewählt, hat Grenzen und kann jederzeit aufhören. Das Wörterbuch meint mit „devot“ unterwürfig; mit dem Rest des Lebens dieser Person hat die Vorliebe aber meist wenig zu tun.
Keiner, was die Bedeutung angeht. In der deutschsprachigen Szene sagt man meist devot; submissiv wird verstanden, ist aber seltener.
Nein. Devot betrifft die Macht, masochistisch den Schmerz. Viele devote Menschen haben mit Schmerz gar nichts im Sinn, und umgekehrt mögen manche Schmerz, ohne die Kontrolle abgeben zu wollen.
Sub ist das kurze Wort für eine devote Person. Das Gegenstück heißt Dom. Beide Wörter werden im Deutschen unverändert benutzt.
Eine Person, die beide Seiten mag und je nach Gegenüber oder Stimmung mal führt und mal die Kontrolle abgibt.
Herrin ist eine Rolle oder Anrede, meist in einer privaten Beziehung. Eine Domina ist im Deutschen üblicherweise eine Frau, die das beruflich und gegen Bezahlung anbietet. Bezahlte Sessions sind auf THE CAGE nicht erlaubt.
Ein Konto ist kostenlos. Du wählst einen Nickname und schreibst selbst, was dich ausmacht und was du suchst.
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