Ein Safeword ist ein vereinbartes Stoppwort. Fällt es, hört alles sofort auf, ohne Diskussion. Klingt nach wenig und ist die wichtigste Absprache im BDSM.
Auch im Deutschen sagt man Safeword, seltener Stoppwort. Gemeint ist ein Wort, auf das sich alle Beteiligten vorher einigen und das bedeutet: Jetzt ist Schluss. Es gibt dir die Sicherheit, dass du jederzeit aussteigen kannst, und der anderen Person die Sicherheit, dass du es sagen wirst, wenn es nötig ist.
Weil „Nein“ und „Aufhören“ in manchen Rollenspielen zum Spiel gehören können. Ein Wort, das sonst nie fällt, lässt sich nicht missverstehen. Wenn bei euch ohnehin kein solches Spiel läuft, spricht nichts gegen ein schlichtes „Stopp“. Hauptsache, ihr wisst beide, was gilt, und es gilt wirklich.
Ein gutes Safeword ist kurz, leicht auszusprechen und auch dann noch abrufbar, wenn du aufgeregt bist. Ein witziges, aber langes Wort, das du dir nur mit Mühe merkst, hilft dir im entscheidenden Moment nicht. Wenn du mit einer neuen Person spielst, nehmt ein Wort, das ihr beide kennt, statt eines, das du von früher mitbringst.
Viele benutzen statt eines einzelnen Wortes drei Farben:
Der Vorteil ist die mittlere Stufe. Wer nur die Wahl zwischen „alles läuft“ und „alles abbrechen“ hat, wartet oft zu lange. Gelb ist viel leichter zu sagen, und die andere Person kann auch nachfragen: „Welche Farbe?“ Dann braucht es nur ein Wort als Antwort.
Manchmal kannst du nichts sagen, oder dir fehlen im entscheidenden Moment die Worte. Dafür vereinbart ihr vorher ein Zeichen, das auch ohne Stimme funktioniert: zum Beispiel einen Gegenstand in der Hand, den du fallen lässt, oder ein festes Klopfzeichen. Probiert es aus, bevor es darauf ankommt.
Das Safeword gilt für alle. Auch die dominante Person kann es benutzen, etwa wenn sie sich unsicher ist oder merkt, dass ihr selbst etwas zu viel wird.
Es ersetzt die Aufmerksamkeit nicht. Menschen erstarren manchmal, oder sie sagen nichts, weil sie niemanden enttäuschen wollen. Wer führt, achtet deshalb auch auf Atmung und Körpersprache und fragt zwischendurch nach. Klar ist auch: Nüchtern spielen hilft, denn Alkohol macht es schwerer, Grenzen zu spüren und zu benennen. Sicher macht all das eine Session nicht, aber es hilft, Risiken klein zu halten. Mehr zu den Grundlagen steht auf Was ist BDSM?
Ihr braucht dafür kein langes Gespräch: ein Wort, drei Farben, ein Zeichen, zwei Minuten. Was ihr sonst noch vorher klären solltet, steht auf der Seite über Absprachen und den BDSM-Vertrag.
Wie andere das handhaben, kannst du auch online fragen. THE CAGE ist eine internationale BDSM-Community mit Profilen, Blogs, einem Forum und Chaträumen, in denen vor allem auf Englisch geschrieben wird. Die Registrierung ist kostenlos, Forum und Chaträume auch. Wenn du dich aus Deutschland registrierst, gehört eine Altersprüfung (18+) dazu; sie läuft über Yoti.
Wörtlich „sicheres Wort“; üblich ist auch Stoppwort. Gemeint ist ein vereinbartes Wort, das alles sofort beendet. In der deutschsprachigen Szene sagt man meist einfach Safeword.
„Rot“ hörst du am häufigsten. Dazu kommen Alltagswörter wie „Ananas“ oder „Regenschirm“, die in keiner Situation zufällig fallen.
Weil das Wort nichts mit dem Moment zu tun hat und nicht zu verwechseln ist. Es ist einfach ein bekanntes Beispiel geworden; jedes andere Wort, das ihr euch merken könnt, tut es auch.
Drei Farben statt eines Wortes: Grün heißt weiter, gelb heißt langsamer, rot heißt Stopp. So kannst du auch melden, dass etwas nicht ganz stimmt, ohne alles abzubrechen.
Beende den Kontakt zu dieser Person, sobald du es sicher kannst, und sprich mit jemandem, dem du vertraust. Ein ignoriertes Safeword ist kein Versehen im Spiel, sondern das Ende des Konsens.
Ja, es gilt für alle Beteiligten. Auch wer führt, darf sagen, dass jetzt Schluss ist.
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