Fesseln lernst du am besten bei Menschen, die es können. Hier steht, was Shibari ist, woran du einen guten Kurs erkennst und was du über die Risiken wissen solltest.
Eines gleich vorweg: Hier lernst du keine Knoten. Wir sind eine Community, keine Seilschule, und Text ersetzt beim Fesseln keine Anleitung von jemandem, der neben dir steht. Was du hier findest, ist Orientierung für den Weg dorthin.
Bondage ist der allgemeine Begriff dafür, die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Shibari, auch Kinbaku genannt, ist die japanische Seilkunst: Es kommt dabei auf das Seil an, auf das Zusammenspiel zweier Menschen und oft auch auf die Ästhetik. Daneben gibt es westliche Stile, die einfacher und schneller sind. Manche Menschen interessiert daran vor allem das Handwerk, andere die Nähe und das Vertrauen, wieder andere das Bild, das dabei entsteht. Das alles ist Sache von Erwachsenen, die es selbst so wollen.
Fotos und Videos zeigen, wie es am Ende aussieht, aber nicht, worauf es ankommt: wo ein Seil sitzen darf und wo nicht, wie viel Spannung zu viel ist, und was du tust, wenn etwas schiefgeht. All das lernst du schneller, wenn dir jemand zuschaut. Und in einem Kurs lernst du andere kennen, mit denen du weiter üben kannst.
Ein Treffen, bei dem Menschen gemeinsam mit Seilen üben. Es gibt in der Regel keinen festen Unterricht: Man tauscht sich aus und probiert etwas, alle im eigenen Tempo. Man kann es sich ein wenig wie einen offenen Tanzabend vorstellen, nur eben mit Seilen. Für Neue gibt es bei manchen Jams eine eigene Einführung, und das ist ein guter Einstieg.
Diese Angebote haben wir nachgeprüft: Es gibt sie, und sie haben aktuelle Termine. Wir haben mit keinem von ihnen etwas zu tun. Termine und Preise stehen bei den Veranstaltern.
Dazu kommt die BoundCon, die jährliche Bondage- und Fetischmesse in München, ab 18. In Wien und in anderen Städten gibt es ebenfalls Gruppen; schau auf BDSM in Wien, BDSM in Deutschland und BDSM in der Schweiz oder frag auf einem Stammtisch nach. Dort weiß meist jemand, wer in der Gegend gut unterrichtet. Für alle anderen Städte haben wir noch nichts nachgeprüft.
Fesseln ist nicht harmlos, auch wenn es ruhig aussieht. Das ist keine Anleitung und keine medizinische Beratung, nur das, was in Kursen als Erstes gesagt wird:
Danach ist für viele auch eine Zeit zum Ankommen wichtig: Mehr dazu steht auf Aftercare und Subdrop.
Einen Kurs kann das nicht ersetzen, aber Fragen und Erfahrungen kannst du auch online austauschen. THE CAGE ist eine internationale BDSM-Community mit Profilen, Blogs, einem Forum und Chaträumen, in denen vor allem auf Englisch geschrieben wird. Die Registrierung ist kostenlos, Forum und Chaträume auch. Wenn du dich aus Deutschland registrierst, gehört eine Altersprüfung (18+) dazu; sie läuft über Yoti.
Bondage ist der Oberbegriff dafür, die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Shibari, auch Kinbaku, ist die japanische Seilkunst, also eine bestimmte Art davon.
Oft ja. Manche Kurse setzen keine zweite Person voraus, und bei Rope Jams findet sich manchmal jemand zum Üben. Frag am besten beim Veranstalter nach.
Ein Treffen, bei dem Menschen gemeinsam mit Seilen üben und sich austauschen, meist ohne festen Unterricht. Bei manchen Jams gibt es eine eigene Einführung für Neue.
Eine Anregung können Videos sein, aber sie zeigen dir nicht, was gerade schiefläuft. Weil Nerven verletzt werden können, ist ein Kurs bei jemandem, der dir zuschaut, der bessere Weg.
Es hat Risiken, vor allem für Nerven und Kreislauf. Kurse bringen dir bei, sie zu kennen und klein zu halten. Risikolos wird es dadurch nicht.
Nein. THE CAGE ist eine Community, keine Seilschule. Du findest hier Erfahrungen und Gespräche, aber keinen Unterricht.
Ein Konto ist kostenlos. Im Forum und in den Chaträumen kannst du dich austauschen, meist auf Englisch.
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